Menü

Lebkuchen

Lebkuchen

Lebkuchen ist wie kaum ein anderes Weihnachtsgebäck untrennbar mit der Adventzeit verbunden und seit jeher fester Bestandteil der Feiertage. Er gilt als das älteste Gebäck zum Fest – und zwar nicht nur zu Weihnachten. Lebkuchen aus Honigteig verschenkte man früher auch zu Ostern und bei Hochzeiten. Ursprünglich wurde er als Heil- oder Arzneimittel verteilt. In vielen Keksen, Kuchen und Ähnlichem werden deshalb heute noch Nüsse und Mandeln als Zeichen für Tod und Auferstehung verwendet.

In Niederösterreich gibt es viele Bäckereien, die sich ganz dieser traditionellen Köstlichkeit verschrieben haben. An manchen Orten gibt es zur Weihnachtszeit auch Lebkuchenausstellungen, bei denen Krippen oder Häuschen aus Lebkuchen gezeigt werden.

Lebkuchen ist ein beliebtes Gebäck, das es in verschiedenen Geschmacksrichtungen und in unterschiedlicher Form sowie auf Basis verschiedener Traditionen gibt. Zimt, Gewürznelken, Koriander, Kardamom, einige andere Gewürze und dazu Honig in einer ausgewogenen Mischung – das waren und sind bis heute die charakteristischen Lebkuchen-Zutaten. Früher ließen erfahrene Lebzelter die Fässer mit den Grundzutaten Mehl, Honig und Triebmittel über Jahre reifen, bis der Teig endlich geknetet und verarbeitet wurde.

Die Geschichte des Lebkuchens ist mehrere Jahrhunderte alt. Erste schriftliche Zeugnisse von kleinen gewürzten Honigkuchen datieren aus der Zeit um 350 vor Christus, doch auch schon die alten Ägypter kannten honiggesüßte Kuchen, wie man aus Grabbeigaben weiß. Die Römer kannten den „panus mellitus“, für den Honig auf einen Kuchen gestrichen und dann mit diesem mitgebacken wurde.

Lebkuchen, wie wir ihn heute kennen, wurde ursprünglich im belgischen Dinant erfunden, dann von den Deutschen und schließlich von Klöstern übernommen und abgewandelt. Über die genaue Herkunft und Bedeutung des Wortes „Lebkuchen“ ist sich die Forschung uneinig. In der deutschen Sprache hat das Wort die Bedeutung von „geschmackreich“, „gesund“. Einige Forscher sind sich sicher, dass „Leb“ etwas mit Leib und Leben zu tun haben könnte. Es könnte sich aber auch von „Laib“ herleiten – Gebäck oder Brot in Form eines runden Fladens.

In manchen Gebieten wird Lebkuchen auch als Pfefferkuchen bezeichnet. Diese Bezeichnung geht auf das Mittelalter zurück, als die exotischen Gewürze, die wesentlicher Bestandteil des Gebäcks sind, ganz allgemein als „Pfeffer“ bezeichnet worden. Heutzutage wird er oft auf Jahrmärkten in Herzform verkauft. Ist die Weihnachtszeit vorüber, dann ist meist die Zeit des Lebkuchens wieder vorbei – zumindest bis zum nächsten Advent.

Adventmarkt in Ihrer Nähe

Standort ermitteln

Alle Adventmärkte anzeigen